Wir können auch anders: Die feministische Presserunde
Die Heinrich-Böll-Stiftung MV lädt gemeinsam mit dem Literaturhaus Rostock zur ersten Feministischen Presserunde in Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag, den 10. September, um 19 Uhr, in das Rostocker Peter Weiss Haus, Doberaner Straße 21, ein.
Im Wahljahr 2026 stellt sich für Journalisten und Journalistinnen eine Frage noch einmal neu: Wie kann über das Erstarken rechter und rechtsextremer Kräfte berichtet werden, ohne ihre Erzählungen zu übernehmen?
In dieser feministischen Presserunde soll auf die Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern geschaut werden, auf Städte und den ländlichen Raum. Vielerorts wird das öffentliche Leben von rechten Kräften dominiert, mit spürbaren Folgen für Frauen und Minderheiten. Aber wir schauen auch auf die Menschen, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Strukturen, die widersprechen, sich organisieren und demokratische Räume verteidigen.
Neben den Publizistinnen Mithu Sanyal, Teresa Bücker und Hadija Haruna-Oelker ist mit Valerie Schönian eine prominente Stimme aus den neuen Bundesländern dabei: Schönian, 1990 in Sachsen-Anhalt geboren, schreibt als freie Journalistin regelmäßig für ZEIT IM OSTEN und hat besonders im Blick, was die Menschen hier bewegt.
Gemeinsam sprechen sie über aktuelle Themen und die Verantwortung der vierten Gewalt, also auch über die Bedingungen der eigenen Arbeit: Wer spricht überhaupt noch mit Journalisten? Wer traut sich, öffentlich Haltung zu zeigen? Und wie kann Journalismus demokratische Räume nicht nur beobachten, sondern dazu beitragen, dass sie sichtbar bleiben?