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Radwegsplanung in Warnemünde mit Baumverschiebung

Am 8. Oktober fand in Warnemünde eine Informationsveranstaltung zur geplanten Umgestaltung des Radwegs entlang der Parkstraße statt.

Bei Rostock Heute wurde eine Zusammenfassung dieser Veranstaltung veröffentlicht.

Der Beitrag kritisiert insbesondere die geplante Fällung von 110 Bäumen (überwiegend im Küstenschutzwald), sowie den Ort der Ausgleichspflanzung für diese Fällungen. Die bereits neu gepflanzten Bäume (laut Rostock-Heute 2330 Stück; laut einem OZ-Artikel dagegen 233) wurden in der Rostocker Heide - weit weg von Warnemünde und bewohntem Stadtgebiet - platziert.

Beim Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) sind Hinweise zur Eingriffsregelung zu finden (PDF), die bei der Ermittlung der notwendigen Kompensation von schädlichen Eingriffen in Naturräume anzuwenden sind. In diesen Hinweisen sind jedoch keine Anforderung zur Lage der Ausgleichspflanzungen beschrieben (Kapitel 4, Anforderungen an die Kompensation). Eventuell bewegt sich die Planung der Stadtverwaltung also im Rahmen der rechtlich zulässigen Möglichkeiten. Die Kompensation von Baumfällungen in einem Küstenschutzwald durch Pflanzungen in einem weit entfernten und ohnehin dicht bewaldeten Gebiet erscheint jedoch als fragwürdig und aus ökologischer Sicht wenig wirksam.

Der Beginn der Baumaßnahmen ist laut obigem OZ-Artikel für das Frühjahr 2020 geplant.

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Kommentare

  1. Im OZ-Artikel steht am Ende: "Dass das Bauvorhaben auf solch einen Widerstand trifft, überrascht Herrn Fröhlich vom Amt für Verkehrsanlagen. „Wir sind jetzt zum dritten Mal mit dem Thema im Ortsbeirat. Es wäre sinnvoller gewesen, diese Einwände in den ersten beiden Terminen zu äußern. Jetzt ist es ziemlich spät, weil wir das Projekt im Dezember ausschreiben wollen“, erklärt der Sachbearbeiter. Dennoch werde er versuchen, die Anmerkungen der Einwohner zu berücksichtigen. Der Baubeginn ist derzeit für das Frühjahr 2020 angedacht. „Der genaue Start ist abhängig von der Kapazität des beauftragten Baubetriebes und der Witterung.“

    Wenn man nicht bei den genannten 3 Ortsbeiratssitzungen anwesend war, kann man deren Protokolle im kommunalen Sitzungsdienst nachvollziehen
    ( hier: https://ksd.rostock.de/bi/yw020.asp in die Suchmaske "Parkstraße" und "Radweg" eingeben, dann erscheinen 4 Termine mit dem TOP "Sachstand zum Radweg in der Parkstraße".) Demnach wurde nur am 10.10.2017 inhaltlich darüber beraten und eben am Dienstag 8.10.2019 (bei den anderen Terminen wurde vertagt). Laut (unvollständigem) Wortprotokoll vom 10.10.2017 wurde damals auch schon der Bedarf eines Ausbaus hinterfragt (kein Unfallschwerpunkt), die Baumfällungen kritisiert (die Rede war noch von 29 Bäumen) und nach Alternativen gefragt (weniger irreführende Wechsel zwischen Rad- und Fußweg).
    Es ist also fraglich, wieso seit dem 10.10. 2017 diese Einwände scheinbar nicht berücksichtigt wurden und Herr Fröhlich sich jetzt wundert, dass es immernoch Einwände gibt.
    Hoffentlich wird jetzt nochmal umgeplant.

    Auch sehr interessant zu diesem Thema:
    Die Diskussion der NAJU Rostock auf Facebook: https://www.facebook.com/najurostock/ (Beitrag von gestern)

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