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Ernährungsrat Rostock | 3. Netzwerk-Treffen am 7. November | Ergebnisprotokoll

Vorstellung und Einstieg

Der Fokus des 3. Netzwerk-Treffens lag auf der Schulverpflegung in der Stadt Rostock, ein sehr aktuelles Thema, welches aus verschiedenen Perspektiven diskutiert wurde. Nach einer Vorstellungsrunde der unterschiedlichen Akteur:innen (z. B. aus der Verwaltung, aus Vereinen und Initiativen, Handelsunternehmen, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, der Verbraucherzentrale MV, Umweltverbänden und aus der Politik) bildete Kaike Brand (Eine-Welt-Landesnetzwerk MV) kurz die bisherige Entwicklung des Ernährungsrates ab.

Pilotprojekt in Evershagen: Mehr Ernährungsbildung für Rostock

Im Anschluss stellte Kristin Schünemann vom Gesundheitsamt Rostock die Ergebnisse des 1. Treffens der AG Ernährungsbildung vor. Die Idee der AG-Teilnehmenden ist, in Evershagen das Pilotprojekt „Mehr Ernährungsbildung für Rostock“ durchzuführen und dabei Bürger:innen in den Prozess miteinzubeziehen. Mehr Infos dazu auf https://stadtgestalten.org/ernaehrungsrat-rostock/ernaehrungsrat-rostock-ag-ernaehrungsbildung-ergeb/

Ideen und Erfahrungen zum Thema Schulverpflegung

In Kleingruppen gab es die Möglichkeit sich untereinander besser kennen zu lernen, über eigene Erfahrungen in der Schulverpflegung zu sprechen und gemeinsam Vorschläge für eine gute Schulverpflegung zu sammeln. Besonders oft wurden die Rahmenbedingungen angesprochen. Dazu gehören vor allem ausreichend Zeit, eine „Wohlfühlatmosphäre“ und ein ansprechender Raum. Weitere Vorschläge waren das Menü 1 regional und vegetarisch zu gestalten, eine Buffet-Form und leckeres, gesundes und regionales Essen anzubieten sowie das Thema Ernährung mehr in den Schulalltag und / oder den Unterricht mit einzubinden. Oft wurde auch ein realistischer guter Preis genannt. Vor allem das Einbeziehen der Schüler:innen und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist besonders wichtig.

Inputs zur Schulverpflegung in Mecklenburg-Vorpommern

Im Anschluss hielt Meike Halbrügge von der DGE-Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung einen Input über die Situation der Schulverpflegung in MV. Sie stellte die Struktur dar und ging auf Rahmenbedingungen für eine gelingende Schulverpflegung und das Potenzial für Rostock ein.
Die Kita- und Schulverpflegung kann ein guter Ort für die Gesundheitsförderung und hat einen großen Input auf die zukünftige Entwicklung des Ernährungsverhaltens. Auch hier wurde deutlich, dass die Kommunikation zwischen Träger:innen, Schule, Speiseanbieter:innen und Kund:innen besonders wichtig ist.

Anschließend stellte Anna Hope, Leitung der Koordinierungsstelle „Bioregionale Wertschöpfungskettenentwicklung für die Kita- und Schulverpflegung in MV“, einige positive bundesweite Beispiele der Gemeinschaftsverpflegung vor. Darunter z. B. eine Schule, die mit einer Solawis zusammenarbeitet, Schulen mit partizipativen Ansätzen und oder Frische Küchen in Schulen und Kitas.

Im Plenum wurde diskutiert, ob und in wie weit die positiven Beispiele oder Teile davon in Rostock umgesetzt werden könnten.

Braucht Rostock eine Ernährungsstrategie?

Bei der Diskussion wurde deutlich, dass oft die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Umsetzung von guten Ideen für die Schulverpflegung erschweren. Was kann der Ernährungsrat tun, um den Weg für eine faire und gesunde Gemeinschaftsverpflegung insgesamt zu ebnen? Eine gute Möglichkeit ist die Entwicklung einer Ernährungsstrategie für Rostock. Eine Ernährungsstrategie verankert das Thema Ernährung in allen Bereichen und wird so z. B. in der Stadtplanung berücksichtigt. Sie soll eine gute und nachhaltige Ernährungsweise für alle Menschen so einfach wie möglich machen.

Vor den nächsten Kommunalwahlen lädt der Ernährungsrat Rostock deshalb zu einem Diskussionsforum ein und möchte mit allen Interessierten und den Kandidat:innen über eine Ernährungsstrategie für Rostock sprechen.

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