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Fleischärmer kochen & Mitarbeiter:innen motivieren

Zeitdruck im Arbeitsalltag, fest etablierte Abläufe, zu wenig neues Wissen und mitunter skeptische persönliche Haltungen stehen Veränderungen in unseren Kita- und Schulküchen im Weg – dies wurde in der BioRegionalen Tafelrunde Anfang Dezember im Ökohaus deutlich. Die Themen Mitarbeiter:innen-Motivation und Weiterbildung rückten so in den Fokus der Gespräche. Wenn es darum geht, das Essen in unseren Kitas und Schulen klima- und umweltfreundlicher sowie auch gesünder zu machen, ist es wichtig, auch hier anzusetzen. Mit zehn Fachleuten aus Kitas und Vereinen diskutierten wir Möglichkeiten und Hürden bei Weiterbildungen, vegetarischem und veganem Essen und Beratung für Veränderungsprozesse.

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Die Richtung heißt weniger tierische Produkte

„Ich setze mich dafür ein, dass es zukünftig in Schulen, Kitas und Kantinen auch eine vegane Menülinie zur Auswahl gibt“, brachte die vegane Ernährungsberaterin Frau Dankert ein und betonte: Es sollte darauf geachtet werden, dass weitgehend vollwertige Speisen angeboten werden.“ Weniger tierische Produkte zu verwenden, gilt als ein wichtiger Hebel, um bioregionale Kost in Kita- und Schulküchen bezahlbar zu machen und senkt die Klimabilanz von Schulessen laut der KEEKS-Studie erheblich - um über 17 % allein durch gezielte Verringerungen bei Fleisch und Milch (IZT, 2019). Ganze vegane Menülinien sehen die Kitaträger vor Ort derzeit als schwierig an, während sie vegetarische Speisen immer mehr anbieten und mitunter weiter entwickeln wollen. Doch nicht alle Köch:innen seien für weniger Fleisch und Experimente mit neuen Rezepten zu begeistern.

Mitarbeiter:innen einbinden und aktivieren

Es entstand die Idee, eine Weiterbildung in vegetarischem Kochen in Rostock zu organisieren - diese nehmen die Teilnehmer:innen als „Hausaufgabe“ mit. „Ich möchte jetzt erstmal den internen Austausch unter den Köch:innen in unserer Einrichtung wieder aufleben lassen,“ sagte Lena Balzat, die sich als Fachberaterin bei der Volkssolidarität Rostock des Themas Ernährung angenommen hat. „Wir könnten ein Angebot für die Fachvertretung in Küchen organisieren,“ überlegte sich der engagierte Nachwuchskoch Johannes Beltz gemeinsam mit Anna Hope, die regionale Biowertschöpfungsketten für Kitas und Schulen in MV aufbauen will. „Dann können Köch:innen leichter für Weiterbildungen frei gestellt werden,“ betonte Anna Hope.

Auch die nächste BioRegionale Tafelrunde am 18. Januar 2023 von 14 bis 16 Uhr im Ökohaus bietet einen Impuls, der für Köch:innen aber auch andere Interessierte informativ sein wird: Die Catering-Unternehmerin Magdalena Krakowiak, die mit Gran Gusto in Greifswald täglich 750 Gerichte in bio(regionaler) Qualität für Kitas und Schulen kocht, stellt Ihre Ansätze vor.

Im Austausch bleiben - Termine im nächsten Jahr#

Auch das neue Jahr bietet wieder zahlreiche Gelegenheit für Austausch und Inspiration:

  • 18.1.2023, 14-16 Uhr, Ökohaus Rostock: BioRegionale Tafelrunde | Mehr Infos zeitnah auf: https://stadtgestalten.org/MehrBio
  • 21.1.2023, ganztags, Berlin: bundesweite Demonstration „Wir haben es satt!“
    für eine sozial und ökologisch gerechte Agrar- und Ernährungswende | www.wir-haben-es-satt.de | Gemeinsame Anreise aus Rostock möglich: tinyurl.com/satt23HRO
  • 25.1.2023, 13-18 Uhr, Greifswald: Buchweizen – Das regionale Superfood | Ein Kochworkshop bei Gran Gusto in Greifswald
  • 23.2.2023, 14:30-16:30 Uhr, Ökohaus Rostock: BioRegionale Tafelrunde
  • 1.3.2023, am Nachmittag, Rathaus Rostock: Öffentliche Projektveranstaltung „Mehr Bio aus der Region“ mit dem bioregionalen Schul- und Kitacaterer Wackelpeter aus Hamburg
  • 21.3.2023, 14-16 Uhr, Ökohaus Rostock: BioRegionale Tafelrunde

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