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Beitrag
Veranstaltung

Die Macht der Gefühle: Ausstellung über Emotionen und Politik in Rostock

Datum & Zeit

vom 05. November 2026 bis 18. Dezember 2026

Ort

Haus Europa Rostock | Mühlenstraße 9 | 18055 Rostock

Wie stark beeinflussen Gefühle unsere politischen Entscheidungen? Warum lösen bestimmte Ereignisse Angst, Wut oder Hoffnung aus? Und welche Rolle spielen Emotionen, wenn Menschen für Demokratie, Freiheit und gesellschaftliche Veränderungen eintreten? Mit der Macht der Gefühle Ausstellung lädt das Europäische Integrationszentrum Rostock (EIZ Rostock) dazu ein, diesen Fragen nachzugehen.
Die Plakatausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ zeigt, wie Emotionen die deutsche Geschichte geprägt haben und welchen Einfluss sie auf politische Entwicklungen und gesellschaftliche Entscheidungen ausüben. Dabei verbindet sie historische Ereignisse mit Fragen, die uns auch heute beschäftigen.
Das EIZ Rostock präsentiert die Ausstellung erneut im Haus Europa Rostock und lädt alle Interessierten ein, sich mit der Bedeutung von Gefühlen in Politik und Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Die Macht der Gefühle Ausstellung: Wenn Emotionen Geschichte schreiben

Politik besteht aus Entscheidungen, Diskussionen und unterschiedlichen Interessen. Doch hinter politischen Entwicklungen stehen immer auch Menschen mit ihren persönlichen Erfahrungen, Erwartungen und Gefühlen. Angst kann Menschen verunsichern und gesellschaftliche Konflikte verstärken. Wut kann Protest auslösen und politische Veränderungen anstoßen. Hoffnung wiederum kann Menschen ermutigen, sich für Freiheit, Demokratie und eine bessere Zukunft einzusetzen.
Die Ausstellung macht deutlich, dass Gefühle in der Geschichte unterschiedliche Wirkungen entfaltet haben. Sie konnten demokratische Entwicklungen unterstützen, aber ebenso zur Ausgrenzung und politischen Manipulation beitragen. Anhand von 20 ausgewählten Emotionen zeigt die Ausstellung, wie sich Gefühlswelten im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert haben und welche Gemeinsamkeiten zwischen Vergangenheit und Gegenwart bestehen.

100 Jahre deutsche Geschichte aus einer anderen Perspektive

Die Ausstellung entstand 2019 anlässlich zahlreicher historischer Jahrestage. Dazu gehörten unter anderem die Gründung der Weimarer Republik 1919, der Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939, die doppelte deutsche Staatsgründung 1949 und die Friedliche Revolution von 1989. Diese Ereignisse haben Deutschland nachhaltig verändert. Zugleich waren sie mit starken Gefühlen verbunden, die das Denken und Handeln vieler Menschen beeinflussten.
Die Ausstellung betrachtet historische Entwicklungen deshalb aus einer besonderen Perspektive: Sie fragt danach, welche Gefühle Menschen in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Situationen bewegten. Historische Fotografien, kurze Texte und ausgewählte Dokumente veranschaulichen, wie Menschen auf Krisen, politische Umbrüche und gesellschaftliche Veränderungen reagierten. Dabei wird deutlich, dass Geschichte von Menschen gestaltet wird, deren Entscheidungen auch durch persönliche Erfahrungen und Emotionen beeinflusst werden.

Die Macht der Gefühle Ausstellung: Warum das Thema weiterhin aktuell ist

Ob politische Debatten, gesellschaftliche Konflikte oder Diskussionen in sozialen Netzwerken: Gefühle spielen auch heute eine wichtige Rolle. Politische Nachrichten können verunsichern, empören oder Hoffnung wecken. Besonders in sozialen Medien verbreiten sich emotionale Botschaften schnell. Dabei fällt es mitunter schwer, zwischen überprüfbaren Informationen, persönlichen Meinungen und emotionalen Bewertungen zu unterscheiden.
Doch warum sprechen uns manche politischen Botschaften besonders stark an? Weshalb reagieren Menschen auf dieselbe Nachricht so unterschiedlich? Und wie können wir erkennen, wenn Gefühle gezielt eingesetzt werden, um politische Einstellungen zu beeinflussen? Diese Fragen machen die Ausstellung auch mehrere Jahre nach ihrer Entstehung interessant. Sie lädt dazu ein, das eigene Denken und Handeln zu hinterfragen. Gleichzeitig regt sie dazu an, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und politische Aussagen kritisch einzuordnen. Gerade für eine demokratische Gesellschaft ist diese Auseinandersetzung wichtig. Denn politische Meinungsbildung braucht Informationen, einen offenen Austausch und die Bereitschaft, andere Sichtweisen zu verstehen.

Angst, Hoffnung, Wut und Vertrauen: Gefühle in der Demokratie

Gefühle gehören zum menschlichen Zusammenleben. Auch in einer Demokratie haben sie ihren Platz. Empörung über Ungerechtigkeit kann Menschen dazu bewegen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Hoffnung kann gemeinsames Handeln fördern. Vertrauen kann demokratische Institutionen stärken, während Angst und Unsicherheit politische Entscheidungen beeinflussen können. Allerdings lassen sich Emotionen auch gezielt nutzen, um Menschen gegeneinander aufzubringen oder gesellschaftliche Spannungen zu verstärken.
Die Ausstellung verdeutlicht anhand historischer Beispiele, wie unterschiedlich Gefühle wirken können. Sie zeigt außerdem, weshalb es sinnvoll ist, emotionale Botschaften zu hinterfragen und politische Entwicklungen aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Dabei geht es nicht darum, Gefühle aus politischen Diskussionen auszuschließen. Vielmehr sollen Besucherinnen und Besucher erkennen, wie Emotionen entstehen, welche Wirkung sie entfalten und wie sie unser gesellschaftliches Zusammenleben beeinflussen.

Politische Bildung im Haus Europa Rostock

Als staatlich anerkannter Träger der politischen Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern möchte das EIZ Rostock Menschen dazu ermutigen, sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragen auseinanderzusetzen. Die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ bietet dafür einen anschaulichen Zugang. Sie verbindet historische Bildung mit aktuellen Fragen zur Demokratie und politischen Meinungsbildung.
Die Ausstellung richtet sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen. Auch Schulklassen, Jugendgruppen und andere Bildungseinrichtungen können die Inhalte für eine Auseinandersetzung mit Geschichte, Politik und Gesellschaft nutzen. Entwickelt wurde die Ausstellung von Ute und Bettina Frevert. Herausgegeben wurde sie von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Weitere Informationen zur Entstehung und zu den Inhalten finden Interessierte auf der Internetseite der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Jetzt die Ausstellung im EIZ Rostock besuchen!

Wie beeinflussen Gefühle unsere Sicht auf Politik und Gesellschaft? Welche Rolle spielten sie bei historischen Veränderungen? Und was können wir daraus für die Gegenwart lernen? Besuchen Sie die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ im Haus Europa Rostock und entdecken Sie deutsche Geschichte aus einer anderen Perspektive.
Wir laden Sie herzlich ein, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen und eigene Fragen und Gedanken zu entwickeln. Sie möchten die Ausstellung mit einer Schulklasse oder einer Gruppe besuchen oder haben Fragen zu unseren Bildungsangeboten? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit den Mitarbeitenden des EIZ Rostock auf.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!